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Sind Baukastensysteme für die Website sinnvoll?Seit einiger Zeit werden immer mehr Website-Baukastensysteme für Selbständige angeboten. Die bekanntesten Anbieter davon sind Squarespace, Wix und Jimdo. Sie werben damit, dass man bei ihnen besonders schnell und leicht eine tolle Website erstellen kann.

Die wesentlichen Argumente für diese Systeme sind:

  • Die Website kann vom Selbständigen in kurzer Zeit selbst erstellt werden.
  • Es sind keine Anfangsinvestitionen erforderlich.
  • Es gibt attraktive Designs.
  • Die Website ist voll-funktionsfähig.
  • Häufig wird eine kostenlose Basis-Variante angeboten.
  • Bei manchen Anbietern ist in weiteren Ausbaustufen sogar ein Shopsystem mit Zahlungsfunktionen erhältlich.

In den letzten Monaten habe ich darüber immer wieder Gespräche mit Selbständigen geführt. Entweder hatten sie ihre Website bereits über ein derartiges System erstellt oder sie zogen dies ernsthaft in Erwägung.

Da ich mich seit vielen Jahren mit dem Erstellen von Websites im Zusammenhang mit dem Marketing für Selbständige und kleine Unternehmen beschäftige, war dies Grund genug, mich intensiver damit zu beschäftigen.

Dies ist eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse meiner kleinen Analyse.

Die Website kann vom Selbständigen in kurzer Zeit selbst erstellt werden.

Es stimmt. Mit diesen Systemen kann eine kleine Website innerhalb von wenigen Stunden erstellt werden. Dies erfolgt im Wesentlichen mittels Klick, Drag & Drop. Alle wichtigen Funktionen können mit Hilfe von Klicks angewählt werden. Die Elemente für die Seitengestaltung werden durch Drag & Drop (Ziehen und Loslassen) auf den Seiten platziert.

Mittlerweile gibt es allerdings auch für moderne CMS-Programme entsprechende Baukastensysteme.

Es sind keine Anfangsinvestitionen erforderlich.

Es sind keine Anfangsinvestitionen für einen Webdesigner bzw. Webentwickler erforderlich, denn es wird bereits eine Auswahl an attraktiven Designs angeboten. Auch dieses Argument stimmt.

Allerdings macht es heutzutage keinen Sinn für einen Selbständigen, Geld für die Entwicklung einer normalen Website auszugeben. So gibt es z.B. für WordPress mittlerweile über 5.000 verschiedene Designs. Viele davon wurden von professionellen Designern erstellt. Und viele werden auch in einer kostenlosen Version angeboten.

Diese Designs lassen sich auf sehr einfache Weise mit Hilfe des mitgelieferten Customizers an die eigenen Vorstellungen anpassen.

Die Website ist voll funktionsfähig.

Hier stellt sich die Frage, was dies bedeutet. Folgende Punkte sind heute Standard:

  • Der Inhalt der Website wird auch auf Mobilgeräten (mobile-responsive) vollständig angezeigt. .
  • Die Website bzw. die Datenübertragung zwischen dem Web-Server und dem Rechner des Besuchers kann mittels HTTPS gegen das “Abhören” geschützt werden.
  • Die Programmierung der Website ist SEO-freundlich.

So wie ein normaler PKW heute vier Räder hat, so werden diese Punkte von den heutigen Website-Programmen sichergestellt.

Ein Schwachpunkt vieler Baukastensysteme ist allerdings gerade die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Also die Optimierung einer Website für Suchmaschinen, damit diese bei Suchanfragen möglichst weit vorne auf den Ergebnisseiten aufgelistet wird.

Das beginnt bereits bei der Programmierung. Denn von manchen Baukastensystemen werden verschiedene Punkte ausgeklammert. Dazu gehören z.B. die Bilder. Deren Adressen verweisen meist nicht auf die Adresse der Website, sondern sind mit der Website des Anbieters verknüpft.

Dann gehen Suchmaschinen davon aus, dass das Bild zur Website des Anbieters des Baukastensystems gehört. Bilder sind jedoch ein wichtiges Element für SEO, da sie mit den Schlüsselwörtern eines Textes ausgestattet werden können.

Ein anderer Aspekt ist die Anzahl der Funktionen, welche du auf deiner Website verwirklichen kannst. Auch hier bieten geschlossene Baukastensysteme im Vergleich zu offenen Systemen deutlich weniger Funktionen an.

Häufig wird eine kostenlose Basis-Variante angeboten.

Ein kostenloses Angebot ist sicherlich ein starkes Argument, das viele “Newbies” dazu motiviert, das Website-System auszuprobieren. Diese Basis-Varianten haben jedoch nur einen sehr geringen Funktionsumfang. Außerdem verwenden die Anbieter das kostenlose Angebot dazu, um Werbeeinblendungen auf der Website zu schalten.

Werbeeinblendungen von Anbietern sollte man auf jeden Fall vermeiden, wenn man sich als einen professionellen Selbständigen präsentieren möchte. In diesem Fall muss man dann zu einem kostenpflichtigen Paket greifen.

Bei manchen Anbietern ist in weiteren Ausbaustufen ein Shopsystem mit Zahlungsfunktionen erhältlich.

Das klingt zunächst sehr interessant. Es befeuert das Vorstellungsvermögen über zukünftige Geschäftserfolge. Allerdings sind diese Shopsysteme nur in den hochpreisigen Varianten enthalten.

Der Aspekt des Shopsystems wird bei manchen Anbietern gerade in der Werbung stark herausgestellt. Es unterstreicht den Eindruck, dass man es mit einem wirklich professionellen Website-System zu tun hat.

Vor der Entscheidung für eine Shopsystem sollte man jedoch Klarheit über die eigenen Anforderungen an ein solches System haben. Aus meiner Erfahrung ist es absolut unmöglich, bei der Erstellung seiner ersten Website darüber bereits Bescheid zu wissen. Man ist dann später an ein bestimmtes System gebunden. Ob es nun passt oder nicht.

Für WordPress und sicher auch für andere offene Website-Systeme gibt es verschiedene professionelle Shopsysteme mit Zahlungsfunktionen. Diese wurden für unterschiedliche Anforderungen erstellt. Diese Vielfalt ist mit einem System nicht zu bewältigen. Und einige dieser Systeme sind sogar kostenlos erhältlich.

Aus diesem Grund rate ich meinen Kunden, sich darüber zunächst überhaupt keine Gedanken zu machen. Es reicht, wenn sie sich dann zum gegebenen Zeitpunkt über die Anforderungen an ihr Shopsystem klar werden. Auf dieser Grundlage können sie dann das für sie passende System auswählen.

Zwischenergebnis:

Die angebotenen Baukastensysteme ermöglichen es einem Selbständigen auf einfache Weise und in überschaubarer Zeit eine Website zu erstellen, die gut aussieht. Allerdings wird bei genauerer Betrachtug klar, dass die Vorteile der Baukastensysteme gegenüber traditionellen Website-Programmen nicht sehr groß sind. Denn auch bei einem offenen System, wie z.B. WordPress, kann man in sehr überschaubarer Zeit eine Basis-Website erstellen.

Auf der anderen Seite haben die geschlossenen Baukastensysteme jedoch einige Nachteile, wie z.B. einen geringeren Funktionsumfang und ein begrenztes Spektrum an Designs.

Welche wichtigen Punkte wurden bisher nicht angesprochen?

Wenn man sich die geschlossenen Baukastensysteme genauer ansieht, dann fällt auf, dass sie doch auch einige gravierende Nachteile haben. Der “Big Bang” kommt dabei gleich am Anfang.

  • Du bist nicht Eigentümer deiner Website.
  • Der Preis gilt immer nur für eine Website.
  • Du kannst nicht selbst Sicherungskopien deiner Website erstellen.
  • Wahrscheinlich geht dir bei einem Umzug das Ranking deiner Website verloren.
  • Viele Funktionen stehen nicht zur Verfügung oder kosten zusätzlich Geld.

Du bist nicht Eigentümer deiner Website

Ich hatte in der Vergangenheit bereits verschiedene Anbieter dazu befragt. Dieses Mal habe ich noch den Support von Jimdo kontaktiert.

Meine Frage: “Was passiert, wenn ich meine Website von Jimdo zu einem anderen Hosting Provider umziehen möchte? Muss ich dann meine Website neu erstellen?”
Die Antwort: “Sie können jederzeit problemlos ihre Domain zu einemProvider ihrer Wahl umziehen.”

Oberflächlich betrachtet klingt dies gut. Aber ich wollte ja nicht nur die Domain umziehen, sondern die gesamte Website. Deshalb fragte ich noch einmal nach.

Machen geschlossene Baukastensysteme Sinn?Die neue Antwort: “Es ist nicht möglich, Inhalte von Jimdo zu exportieren.”

Meine Frage: Bedeutet dies wirklich, dass ich meine Website dann komplett neu erstellen muss?
Die Antwort: “Ja, die Website muss dann von ihnen neu erstellt werden.”

Es ist also das gleiche Ergebnis, wie bei Wix und Squarespace. Du kannst auf diesen Plattformen eine Website erstellen, aber du kannst damit weder zu einem anderen Unternehmen umziehen, noch einzelne Inhalte exportieren. Du musst mehr oder weniger wieder von vorne beginnen. Du bist nicht Eigentümer deiner Website.

Ich weiß nicht, wie attraktiv du die Aussicht findest, dass du gegebenenfalls deine Website wieder vollkommen neu erstellen musst. Meine Motivation, Zeit und Energie in den Aufbau einer attraktiven Website zu investieren, reduziert sich dadurch praktisch auf Null. Denn je mehr Zeit ich investieren würde, desto höher wäre auch mein Aufwand, wenn ich irgendwann einmal umziehe.

Ein zukünftiger Umzug mit deiner Website ist sehr wahrscheinlich

Und dass ich mit meiner Website irgendwann einmal umziehen möchte oder sogar muss, ist ziemlich wahrscheinlich.

Am wahrscheinlichsten ist, dass im Laufe der Zeit der Support des Anbieters schlechter wird. Ich möchte dann nicht auf Gedeih und Verderb an einen Anbieter gebunden sein.

Oder dass ein anderer Anbieter irgendwann ein Angebot hat, dass wesentlich besser zu meinen Wünschen und Bedürfnissen passt.

Aber es kann auch sein, dass ein Anbieter, der heute wirtschaftlich sicher und stabil aussieht, wieder vom Markt verschwindet. Die Geschichte des Internets ist voll von diesen Unternehmen. Sie waren einmal in ihrem Markt groß und bedeutend, manche sogar marktbeherrschend. Trotzdem sind sie wieder von der Bildfläche verschwunden.

Ich möchte dann die Möglichkeit haben, meine bisherige Arbeit weiterhin zu verwenden und nicht von vorne beginnen müssen.

Der Preis gilt immer nur für eine Website

Ein Preis von € 4 oder € 5 pro Monat klingt zunächst einmal sehr attraktiv. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass man damit selbst in kurzer Zeit eine eigene Website erstellen kann und das Design gratis dazu bekommt. Die Einganghürde ist also sehr gering.

Möchte man jedoch eine zweite oder eine dritte Website erstellen, erhöht sich der Preis linear.

Die Vorstellung mehrere Websites zu haben, erscheint manchen Selbständigen am Anfang geradezu grotesk. Es gibt jedoch zahlreiche Situationen, in denen es Sinn macht, mehrere Websites zu betreiben. Dabei müssen diese noch nicht einmal öffentlich aufrufbar sein.

Wenn man z.B. neue Funktionen auf seiner Website ausprobieren möchte, dann kann es sinnvoll sein, dies nicht gleich auf seiner aktiven Website zu machen, sondern diese Funktionen erst einmal auf einer Kopie zu testen.

Oder man erstellt im Laufe der Zeit parallel zu seiner Hauptwebsite mehrere kleine Websites, welche man ganz gezielt zur Interessentengewinnung mit Spezialthemen ausstattet.

Oder man bedient mit seinem Angebot verschiedene Zielgruppen und möchte nach einiger Zeit für jede Zielgruppe eine eigene Website haben.

All dies würde bei diesen Unternehmen eine teure Angelegenheit werden.

Bei vielen Hosting Providern kannst du bereits für € 7 oder € 8 pro Monat ein Hosting-Paket erwerben, bei dem du zahlreiche Websites erstellen kannst. Und du erhältst deutlich mehr Speicherplatz.

Du kannst nicht selbst Sicherungskopien deiner Website erstellen.

Für die meisten Selbständigen ist das Erstellen von Backups zu Beginn sicherlich ein unbedeutender Punkt. Denn schließlich versichert ihnen ihr Anbieter, dass er regelmäßig Backups erstellt. Was soll da schon passieren.

Wenn du deine Web-Aktivitäten aber wirklich ernst nimmst und professionell betreibst, dann wirst du im Laufe der Zeit wahrscheinlich hunderte von Stunden in deine Website investieren. Ein Verlust deiner kompletten Website und aller Inhalte wäre dann der GAU. Du würdest wahrscheinlich Wochen oder sogar Monate benötigen, um diese wieder aufzubauen. Ganz zu schweigen von dem Schaden, der dadurch entsteht, dass deine Interessenten und Kunden deine Website nicht mehr erreichen können. Denn du bist dann komplett von ihrem Radarschirm verschwunden.

Und falls die Backup-Funktion deines Anbieters aus irgendeinem Grund fehlerhaft war, dann sitzt du wirklich in der Patsche. Denn er haftet mit Sicherheit nicht für deine Arbeitszeit, um deine Website wieder zu erstellen. Wenn du dir die Vertragsbestimmungen genau ansiehst, wirst du feststellen, dass er praktisch für überhaupt nichts haftet, solange es nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit war.

Erstelle regelmäßig ein Backup

Aus diesem Grund empfehle ich meinen Kunden, von Beginn an regelmäßig ein Backup zu erstellen und dieses Backup an einer anderen Stelle, z.B. auf Dropbox, Amazon Web Services oder einer externen Festplatte zu sichern. Dies gehört einfach zu einem professionellen Vorgehen. Dann kann deine Website im Fall der Fälle tatsächlich innerhalb von 1–2 Stunden wieder online sein.

Ein weiterer Punkt, der für das Erstellen von Backups spricht, ist der Wechsel des Hosting Providers. Ich habe bereits dreimal meinen Hosting Provider gewechselt. Entweder weil der Service des bisherigen Providers immer schlechter wurde oder ein anderer Hosting Provider einen wesentlich besseren Support angeboten hat.

Mit Hilfe meiner Sicherungskopie konnte ich dann innerhalb kurzer Zeit wechseln. Das Erstellen einer identischen Kopie meiner Website beim neuen Hosting Provider dauerte sogar weniger als 60 Minuten.

Wahrscheinlich geht dir bei einem Umzug das Ranking deiner Website verloren.

Suchmaschinen berechnen für jede Seite, jeden Beitrag und jeden Link einen individuellen Wert. Dieser Wert ist direkt mit der Seitenadresse verbunden und definiert ihr Ranking. Bei Suchanfragen über die Suchmaschine, werden die Seiten entsprechend dem Ranking auf den Ergebnisseiten aufgelistet. Das Ranking einer Seite oder eines Beitrags ist also sehr wichtig.

Um die Inhalte von Websites zu analysieren, “krabbeln” fortlaufend sogenannte Search-Bots oder Crawler durch das Internet. Diese melden die gefundenen Informationen an die Suchmaschinen.

Können diese Search-Bots eine Seite oder eine Beitrag über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr erreichen, gehen sie davon aus, dass die Seite oder der Beitrag nicht mehr bestehen. Dies geht mitunter ziemlich schnell. In vielen Fällen ist der Zeitraum nicht länger als 2 oder 3 Tage. Häufig sogar noch kürzer.

Wenn du mit deiner Website umziehen möchtest und dabei deine Website neu aufbauen musst, werden wahrscheinlich die meisten Inhalte erst nach längerer Zeit wieder erreichbar sein. Dann musst du mit dem Aufbau des Rankings wieder von vorne beginnen. Dies wird Monate dauern.

Viele Funktionen sind nicht verfügbar oder kosten zusätzlich Geld

Für WordPress gibt es mittlerweile über 53.000 Erweiterungen. Du kannst deshalb davon ausgehen, dass es keine wichtige Funktion für deine Website gibt, die du nicht mit einer passenden Erweiterung realisieren kannst. Und die meisten dieser Erweiterungen sind sogar kostenlos.

Viele Erweiterungen decken natürlich dieselbe Funktion ab. Aber sie haben alle ihre eigenen Stärken und Schwächen. Deshalb kannst du dir die Erweiterung auswählen, die für dich optimal ist. Und wenn du nach einiger Zeit feststellst, dass eine bestimmte Erweiterung deinen Anforderungen nicht genügt, dann kannst du sie gegen eine andere Erweiterung austauschen.

Bei einem geschlossenen Baukastensystem bist du auf das Angebot des Unternehmens angewiesen. Du musst mit dem Vorlieb nehmen, was du angeboten bekommst.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Funktionen, die nur bei teuren Paketen angeboten werden. So bietet Jimdo sein Basis-Shopsystem erst bei einem Preis von € 15 p.M. an. Für WordPress gibt es qualitativ hochwertige Shopsysteme, die kostenlos sind.

Ein gutes E-Mail-Marketingprogramm ist wichtig

Wichtiger als ein Shopsystem ist jedoch ein gutes Email-Marketingsystem. Wix bietet hier ein eigenes System an. Auf der Website wird zwar stark dafür geworben. An vielen Stellen steht, dass man damit kostenlos starten kann. Ich habe jedoch keine Informationen darüber gefunden, wie lange diese Startphase geht und wie viel der Service danach kostet. Ich konnte leider auch nicht herausfnden, ob bei einem Wechsel zu einem anderen Hosting Provider die gesammelten Daten exportiert werden können. Es wäre natürlich fatal, wenn dies nicht möglich wäre.

Jimdo und Squarespace bieten die Möglichkeit, MailChimp als E-Mail-Marketingsystem zu verwenden. MailCHimp ist ein gutes Programm. Ich habe vor Jahren selbst damit gearbeitet. Der Nachteil von Mailchimp ist, dass es nicht den europäischen Datenschutzbestimmungen entspricht. Denn die Daten deiner Interessenten und Kunden werden außerhalb des EU-Raums gespeichert. Meines Wissens bestehen bei MailChimp auch keine Pläne, dies in absehbarer Zeit zu ändern.

Auch ein Mitgliedersystem kann für Selbständige sehr interessant sein. Damit kannst du ausgewählten Kunden spezifische Informationen anbieten. Ich konnte bisher noch keinen Anbieter eines geschlossenen Baukastensystems finden, der diese Funktion anbietet. Die meisten Anbieter verweisen auf die Passwortfunktion. Aber dies ist kein Mitgliedersystem. Ein Roller ist ja auch kein PKW.

Für WordPress gibt es eine Reihe von Erweiterungen zur Verwirklichung von Mitgliedersystemen. Diese Erweiterungen gibt es in kostenlosen und kostenpflichtigen Ausführungen.

Schlussbemerkung

Vielleicht kennst du das Lied “Hotel California” von den Eagles. Zu Beginn der dritten Stufe lautet der Text:
“Welcome to the Hotel California,
such a lovely place,
such a lovely face.

Die letzten beiden Zeilen des Liedes lauten:
“You can check out every time you like,
but you can never leave!”

Ähnlich erscheinen mir die Angebote der geschlossenen Baukastensysteme. Man kommt leicht rein, aber man bekommt seine Website nicht mehr raus.

Die Angebote erscheinen am Anfang sehr verlockend. Die Preise sind niedrig, man kann sofort starten, das System erscheint einfach und man hat bereits nach wenigen Stunden ein vorzeigbares Ergebnis erstellt.

Je professioneller man aber seine Website betreiben möchte, desto größer werden die Probleme. Und sie werden unüberwindlich, wenn man tatsächlich irgendwann wechseln möchte. Denn dann muss man seine Website neu aufbauen und sich darüber hinaus in ein neues Website-System einarbeiten.

Was solltest du tun

Was solltest du tun, wenn du eine professionelle Website haben möchtest?

Du musst selbst entscheiden, was für dich die richtige Vorgehensweise ist. Ich habe dir in diesem Artikel die Punkte aufgeführt, welche aus meiner Sicht für und gegen geschlossene Baukastensysteme sprechen.

Aber vielleicht hilft dir ja eine Empfehlunge von Warren Buffett, dem legendären Investor aus Omaha, bei der Entscheidungsfindung. “Investiere nicht in etwas, das sich nicht lohnen würde, langfristig zu halten. Denn dann lohnt sich auch eine kurzfristige Investition nicht.”

Ich halte geschlossene Baukastensysteme für eine Verschwendung von Zeit und Geld, wenn man seine Website ernst nimmt. Denn es gibt andere Systeme, die offen sind und dir mehr Freiheit sowie mehr Zukunftssicherheit bieten.

Ich habe in den letzten 10 Jahren eine Reihe von Website-Systemen kennen gelernt. Einige davon habe ich auch intensiv ausprobiert bzw. mit ihnen gearbeitet. Deshalb lautet meine Empfehlung: “Baue deine Website mit WordPress auf.”

WordPress ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Programm für Websites. Es ist offen und kostenlos. Eine sehr große Anzahl von Entwicklern und Designern arbeitet weltweit daran, das System fortlaufend weitertzuentwickeln. Derzeit stehen dir über 5.000 Designs und über 53.000 Erweiterungen zur Verfügung. Viele davon sind kostenlos.

Falls du wissen möchtest, wie ich dir bei der Erstellung und Weiterentwicklung deiner Website helfen kann, dann schicke mir eine Email an axel@axelschaumann.de.

Ich wünsche dir viel Erfolg!